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publié le 5 septembre 2017 Beauté › Maquillage

Dabei gibt es bereits Gegenmaßnahmen, mit denen Gerätehersteller und Nutzer eine bessere Absicherung für die Geräte erreichen können. Dies geht aus einem Bericht des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergo-nomie FKIE hervor, der einen umfassenden Überblick über die Bedrohungslage durch Hardware- und hardwarenahe Trojaner liefert.

So zeigt der Bericht eine Dimension der Bedrohung für Computer, Embedded Devices und das Internet of Things (IoT) auf, die vielfach bei IT-Sicherheitsüberlegungen unbeachtet bleibt. Denn anders als bei klassischer »Malware« für PCs, gibt es nur wenige IT-Security-Lösungen, die Wirkung gegen Hardware-Trojaner zeigen.

Manipulationen an der Hardware bzw. der eingesetzten Firmware können in ganz unterschiedlichen Lebensphasen erfolgen. In einigen Fällen werden bereits während der Entwicklung Hintertüren eingebaut oder Geräte während der Produktion oder dem Transport manipuliert. Solche präparierten Geräte können einen immensen Schaden im Unternehmen anrichten, da sie zum Ausspähen persönlicher Daten und Firmen-geheimnisse bis zur Sabotage von Produktionsprozessen eingesetzt werden können. »Zwar sind Hardware-Trojaner in vielen Fällen schwerer zu installieren und implementieren als eine vergleichbare klassische Malware, allerdings ist es auch sehr viel schwieriger, diese überhaupt zu entdecken«, erläutert Peter Weidenbach von der Abteilung »Cyber Analysis and Defense« am Fraunhofer FKIE. Er gehört zu einem Autorenteam um Dr. Elmar Padilla und Raphael Ernst, die den durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geförderten Bericht erstellt haben.

Die immer größer werdende Verbreitung von Hardware- und hardwarenahen Trojanern erklären sich die FKIE-Forscher damit, dass diese Bedrohungslage bislang relativ vernachlässigt wurde – sowohl von den Geräteherstellern wie auch den Nutzern. Neben einer Aufstellung der potenziellen Infektionswege und Angriffsmöglichkeiten für Hardware in den unterschiedlichen Geräteklassen enthält der Bericht daher auch eine Zusammenstellung von Handlungsoptionen und Schutzmaßnahmen. »Es gibt viele Gegenmaßnahmen wie die konsequente Netztrennung, Signaturen oder eine automatisierte Firmware-Analyse. Wenn bestehende Optionen gezielt eingesetzt würden, wären wir schon einen großen Schritt in Sachen Cybersicherheit weiter«, erklärt Weidenbach.

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Längst sind allerdings nicht mehr nur klassische IT-Geräte wie Festplatten, Netzwerkkarten, Router oder Drucker von der Bedrohung durch Hardware-Trojaner betroffen. Die hardwarenahen Trojaner haben Einzug bei den Geräten gehalten, die unter dem Schlagwort »Internet of Things« (IoT) zusammengefasst werden: beispielsweise Smart-TVs, aber auch Kühlschränke und Überwachungskameras. Damit ist fast jedes elektronische Gerät anfällig für eine derartige Manipulation. Dies betrifft auch Geräte, die in sensiblen Bereichen wie der Medizintechnik oder bei kritischen Infrastrukturen eingesetzt werden.

Dass »der Countdown läuft«, betont auch Thomas Tschersich, Senior Vice President Internal Security and Cyber Defense bei T-Systems, in seinem Vorwort zu dem FKIE-Bericht. Durch die zunehmend vernetzte Welt werde die Angriffsfläche für Cyberattacken zwangsläufig größer. Aus diesem Grund sei es unerlässlich, dass Schwachstellen unverzüglich nach ihrer Detektion beseitigt werden. Der FKIE-Bericht liefere hierfür einen guten Überblick und schaffe die dringend notwendige Transparenz. »Nur wenn wir verstehen, wie die Angreifer arbeiten und welcher Schwachstellen sie sich bedienen, können wir als Industrie wirksame Gegenmittel entwickeln und Boden im Kampf für die Sicherheit aller Nutzer gut machen«, so Tschersich.

Um die Detektion dieser Schwachstellen kümmern sich Peter Weidenbach, Raphael Ernst und Dr. Elmar Padilla, die sich für die Zukunft eine Qualitätssicherung in Form einer neutralen Prüfstelle bzw. eines Prüfsiegels wünschen. Weidenbach: »So könnte jeder, vom Hersteller bis zum Nutzer, seinen Beitrag zur Netzwerksicherheit leisten.«

„Hardware is hard“, lautet ein geflügeltes Wort in der Startup-Szene. Prototyping, Komponenten, Produktion, Vertrieb – all das kostet im Vergleich zu einer Software-Bude oft mehr Geld und Zeit. Damit der Start für Jungfirmen ins Hardware-Geschäft künftig etwas einfacher wird, eröffnet diesen Mittwoch das Factory Hub Vienna. Die vom 1963 gegründeten Wiener Unternehmen Tele Haase betriebene Einrichtung wird von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanziell unterstützt und soll künftig Startups dabei unterstützen, Elektronik zu entwickeln.

“Tele Haase ist ein traditionelles Unternehmen, dass sich jetzt für Startups öffnet”, sagt Rafael Gattringer, der das Projekt für Tele Haase koordiniert hat. “Primär richtet sich unser Angebot an Hardware-Startups und an Einzelpersonen, die eine Kleinserie produzieren wollen.” Zum Start stehen auf 140 Quadratmeter rund 15 Arbeitsplätze in dem “Coorporate Coworking Lab” im 23. Wiener Bezirk zur Verfügung. Um 135 Euro pro Monat kann man sich einen fixen Tisch mieten und Geräte wie Lötkolben, Messinstrumente, 3D-Drucker oder CNC-Fräse nutzen. In der Fertigungshalle können anschließend in Zusammenarbeit mit Tele Haase erste Kleinserien in Produktion gehen.

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„Hub für Elektronik“
Für das Traditionsunternehmen Tele Haase (ca. 90 Mitarbeiter, rund 13 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016) kommt der Hub einer Öffnung gegenüber der Startup-Szene gleich. Anders als andere Firmen, die Accelerator-Programme absichtlich nicht im eigenen Haus einrichten (z.B. bei weXelerate), hat der auf Zeitrelais und Überwachungssysteme spezialisierte Familienbetrieb seinen Hub bei sich geöffnet. Ziel ist nicht nur, zu einem „Hub für Elektronik“ zu werden, sondern auch, dass die Mitarbeiter die Startup-Kultur aus nächster Nähe kennenlernen sollen – beide Seiten sollen sich befruchten. Bereits vor einigen hat man bei Tele Haase begonnen, neu zu denken: Die Mitarbeiter bestimmen ihr eigenes Gehalt, ihre Urlaubszeit und wie viel sie von zu Hause arbeiten.

Im Startup-Bereich hat Tele Haase bereits Erfahrungen gesammelt: Mit Twingz hat man einen „eButler“ für Energie-Management im Haushalt entwickelt, für die eBikes von Freygeist (mittlerweile leider insolvent) wurde ein Steuerungsmodul entworfen, für Agrilution eine Steuerung für deren Mini-Bio-Gewächshaus gebaut. “Statt Einzelkooperationen gibt es jetzt einen echten Elektronik-Hotspot”, sagt Gattringer. Bis Ende des Jahres erwartet er sich ein volles Haus. Nicht nur österreichische Startups sollen hierher kommen, Ziel ist, auch Gründer und Erfinder aus dem europäischen Ausland anzulocken.

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