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publié le 6 novembre 2017 Beauté › Bons Plans Beauté

Leipzig, auch einer der Schauplätze von Eros, ist eine ungewöhnlich schöne Stadt geworden, die es mit dem Prunk stellenweise schon wieder übertreibt. Das neue Museum der bildenden Künste. Von außen wehrhaft feindselig, innen mit dem Charme einer kryonischen Endlagerungsstätte. Fünf Meter hohe Türen, die man auch noch selber aufmachen muß. Architektur, die mir angst macht. Und ich bin da sonst nicht gerade heikel, habe ein Faible fürs Hohe, Klare, Erhabene. Das hier zwingt einen in die Knie. Man gewöhnt sich dran, gewiß, aber wozu? Viel Kitsch, viel Quatsch. Kitschquatsch. Eine sofortige, profunde persönliche Auseinandersetzung wert schien mir vor allem die Arbeit der Chapman-Brüder – The Shape of Things to Come. Ein Werk, wie ich es als Kind realisiert hätte, wären mir Material und Fähigkeiten gegeben gewesen. Apokalyptische Landschaft voller Leichenberge und aufgespießter Köpfe. Großes Thema: Die Grausamkeit von Kindern. Die Grausamkeit von Menschen überhaupt. Unfaßbar, was unter dem Teppich schwelt. Das Schönste im Museum der bildenden Künste war eine schwarzhaarige Aufseherin im Klinger-Saal. Das Schönste und das Schrecklichste waren sich ganz nah.

Nachts wirkt das Gebäude viel weniger abweisend, weil Segmente des großen Blockes illuminiert sind, transparent, sich öffnen, entblößen, exhibitionieren – ihr strukturelles Geheimnis mitteilen. Gegen Morgen schwer im Tran. Arbeite an für solche Fälle vorbereiteten Projekten – minimalistische Gedichte mit nur einem Vokal, das kann man immer tun. Nix dem Zulall überfassen. Heute, anno 2006, hat das bayerische Kabinett sich nach langen Debatten entschlossen, Carl Friedrich Gauß und Heinrich Heine in die Walhalla aufzunehmen. Da freuen die sich. Gewiß. Hätten die Gebrüder Skladanowsky einen ähnlich tragenden Namen getragen wie die Gebrüder Lumière, wahrscheinlich würden sie heute als Erfinder des Kinos gelten. Aber Lichtbringer, Lichtgestalten, die auch noch so heißen, da greift die Geschichte zu. Das läßt sie sich nicht nehmen. Äußerlichkeiten für eine äußerliche Welt. Spät in der Nacht erfahre ich, daß eines gewissen Lyrikers neuer Gedichtband Was gestern morgen war heißen wird. Klingt arg nach einem unveröffentlichten Gedicht von mir, dessen dritte Zeile lautet: Was gestern morgen schien. Habe keine Lust, als Dieb dazustehen, deshalb erwähne ich das. Bewußt geklaut habe ich nie. Wie-wohl man eigentlich alles Schöne klauen müßte, das ansonsten von der Vergänglichkeit zermahlen werden wird. Um es in der eigenen Arche eine kleine Weile lang zu retten vor den Wellen. Sehr eitler, maßlos selbstgewisser Gedanke, aber ohne Eitelkeit verkommt alles. Muß man auch mal so sehen.

Manchmal wurde ich angesprochen, ob der Ausdruck »eine Lesung geben« nicht elitär und obsolet sei, man könne doch sagen: »Man mache eine Lesung«. Ich mache manchmal Mist, aber eine Lesung gebe ich, die allerhöchstens der Veranstalter macht. Selbst der organisiert sie lieber. Wenn sie gut läuft, gibt’s eine Zugabe – oder man macht die Zumache. Ich kenne die Stadt fast nur von alten Veduten, meist Kupferstichen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Weiß heute noch irgendwer, was magdeburgisieren hieß? Als ähnliches urban geprägtes Wort fällt mir nur shanghaien ein, auch längst aus der Mode. Wenn eine Stadt jemals mit einem solch furchtbaren Schlag getroffen wurde wie Magdeburg beim großen Massaker, reichen Jahrhunderte nicht hin, um die assoziative Delle im Raum-Zeit-Gefüge glattzubügeln. Seltsam, daß niemand je auf den Einfall kam, man könne eine Stadt hiroshimachen oder nagasakieren. Oder eindresden. Trotz aller Vorbehalte gegen Hundert-wasser – die Grüne Zitadelle gefällt mir. Man muß davor und darinnen stehen, darf sich sein Urteil nicht über Postkarten bilden. Ein ironischer, rosafarbener Zauber, der so vielleicht gar nie gemeint gewesen war. Egal. Abends beginnt die Bundesliga-Saison mit dem Spiel Bayern gegen Dortmund. Davor wird die Nationalhymne angestimmt. Bitte, das nervt. Ist nur Spielverzögerung. Da wußte mal wieder jemand nicht, wann es auch wieder gut ist. Seit dieser WM – dem eigentlichen Schlußpunkt der deutschen Wiedervereinigung – ist vieles möglich, was es vorher nicht war, auch im Kommentar zu den momentanen Konflikten in Nahost. Nun kommt noch Grass und strebt eine Zweitfacette an. Mir fällt gerade auf, daß man im Kino Kopfschüsse fast nur als Stirn- oder Schläfenschüsse zeigt. Ein paar Beispiele gibt’s, wo die Kugel ein Loch in die Wange reißt, aber wo bitte hätte man schon mal einen Schuß von vorn in die Zähne gesehen? Ist visuell sicher nicht so leicht glaubhaft zu realisieren, müßte aber eine mitreißend widerliche Wirkung haben, vor allem akustisch.

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Potsdam, die allerschönste deutsche Stadt. Hier zu leben ist ein Geschenk, das man sich machen kann, ohne viel bezahlen zu müssen. Kommt man aus München, spart man sogar massiv an Lebenshaltungskosten. Bea weist mich auf eine Pfauenaugenraupe hin, fügt hinzu, daß jenes Wort dreimal hintereinander die Vokalabfolge a-u-e bietet, dabei ganz unbemüht wirkt, anders als etwa, was weiß ich, Bauersfrauentrauer. Wir fahren trotz des kühlen Wetters schwimmen, nahe Schloß Petzow, hinter dem Lenné-Park, Arkadien pur – und ich lerne aus dem Radio: Es heißt nicht Cáputh, es heißt Capúth – es gibt hier viele Orte, die auf der letzten Silbe betont werden, wie zum Beispiel Berlín. Oder Férch. In Deutschland geboren zu sein, darin leben zu dürfen ist ein Privileg, auf das man nicht stolz sein kann, aber dafür dankbar zu sein ist erlaubt. Wenn man bedenkt, was unsre Großväter angestellt haben, als sie dereinst ihren Verstand verbummelten, könnte man sagen: Uns wurde aufgrund früherer Meriten noch mal eine Chance gegeben, die haben wir optimal genutzt. Heute kam schwere Post aus Italien. Das Einwohnermeldeamt von S. hat meine Anfrage nach so vielen Wochen doch noch beantwortet. Gleich werde ich das Kuvert aufreißen und vielleicht endlich wissen, wer Corinna war. Höre dazu meinen der-zeitigen Lieblingstrack, Infrared von Placebo, Kampfmusik, die mich dazu bringt, nachts zwischen flüchtigen Wolken mit der Peitsche auf eine Quadriga schwarzer Rosse einzuhauen. Die Banalität, die der Lösung des Rätsels folgen wird, macht mir angst. Aber alles hat ein Ende, selbst die zwei riesigen Würste aus Slubice. Thomas Petri ist Bayerns oberster Datenschützer. Nach dem Safe-Harbor-Urteil des Europäischen Gerichtshof sieht er die Persönlichkeitsrechte der Bürger gestärkt, aber noch ist viel zu tun. Petri selbst verschickt verschlüsselte Mails. Sein Handy legt er aber zum Schutz nicht ins Kühlfach, er hat einen besseren Vorschlag

Das Telefon klingelt in diesen Tagen noch öfter als sonst. In Luxemburg fiel ein Gerichtsentscheid, und auf Thomas Petri kommt jetzt viel Arbeit zu. Anrufer wollen wissen: Was bedeutet das Safe-Harbor-Urteil denn nun genau? Die USA sind kein sicherer Hafen für Daten, befand der Europäische Gerichtshof (EuGH), aber hat das Auswirkungen auf deutsche Behörden? Und ob, sagt Petri, und reibt sich die Hände. Bayerns oberster Datenschützer freut sich sichtlich über den Rückenwind aus Luxemburg, bestätigten die Richter doch, was er schon seit Jahren kund tut: Behörden müssen aufpassen, dass die Riesenkrake Google-Facebook-NSA nicht an ihre Daten gelangt. Das ist ein historisches Urteil, es stärkt die Persönlichkeitsrechte der Bürger.

Petris Büro liegt versteckt im dritten Stock eines alten Bürgerhauses im Lehel. Fischgrät-Parkett, Stuck, neobarocke Malerei an den hohen Decken. Zwei Etagen stehen den 30 Mitarbeitern seiner Behörde dort zur Verfügung. Im Erdgeschoss haben die Pfalz-Freunde ihr Domizil, darüber die staatliche Immobilienverwaltung. Einlass wird nur nach Anmeldung per Sprechanlage gewährt. In Berlin hingegen, wo Petri vorher stellvertretender Datenschutzleiter war, hatten sie ein Bürgerbüro, da kamen regelmäßig Menschen, um ihre Sorgen los zu werden. So wie der Sozialhilfeempfänger, dessen Name wegen eines winzigen Schreibfehlers auf einer Terrorliste auftauchte. Monatelang erhielt der arme Mann kein Geld, bis ihm Petri und seine Mitarbeiter endlich helfen konnten.

Seit sechs Jahren ist der promovierte Jurist Landesbeauftragter für den Datenschutz in München. Unabhängig von Regierung und Verwaltung, ähnlich wie der Rechnungshof: ein mächtiges, öffentlichkeitswirksames Amt. Es wacht darüber, dass Behörden, Schulen oder Krankenhäuser sorgsam mit den ihnen anvertrauten Daten umgehen. Die Sensibilität ist enorm gewachsen, sagt Petri, dennoch liege noch vieles im Argen. Manchmal ganz offensichtlich, so wie Anfang des Jahres, als in Neuperlach Säcke mit Röntgenbildern am Straßenrand gefunden wurden. Manchmal erst auf den zweiten Blick wie bei der Facebook-Gruppe, in der sich Mitarbeiter eines Sozialamtes hämisch über ihre Kundschaft ausließen. So geht's nicht, sagt da der Datenschützer.

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Ein paar tausend Hinweise erhalten Petri und seine Mitarbeiter pro Jahr, jedem einzelnen gehen sie nach. Datenschutz ist ein Grundrecht, betont der Jurist und richtet sich kerzengerade auf - es klingt, als müsse er dies immer wieder neu erklären. Auch gegenüber Polizei und Politik. Noch ein Beispiel, diesmal aus Berlin: Drei junge Leute verdienten sich ein Zubrot, indem sie Restposten eines Möbelhauses kauften und im Internet verhökerten. Alles rechtmäßig, sogar ein Gewerbe hatten sie angemeldet. Doch das Möbelhaus schaltete die Polizei ein, und ein Beamter witterte organisierte Kriminalität. Monatelang wurden Telefone abgehört, die drei observiert, Zeugen befragt. Am Ende lösten sich alle Vorwürfe in Luft auf, und eigentlich hätten sich die Staatsvertreter entschuldigen müssen - stattdessen informierten sie im Nachhinein Freunde, Familie und Arbeitgeber, dass das Telefon überwacht worden sei wegen Verdachts auf Bandenkriminalität. Kein Wort darüber, dass sich dieser Verdacht als falsch erwiesen hatte. Eine Beschuldigte verlor ihren Job. Da platzte Petri die Hutschnur, er ließ seinem Ärger gegenüber dem zuständigen Staatssekretär freien Lauf. Wenn es um Grundrechte geht, kann der sanfte, schlanke Mann richtig ungemütlich werden.

Das gängige Argument vieler Internetnutzer (Ich hab' ja nichts zu verbergen, sollen sie doch mitschneiden) überzeugt Petri überhaupt nicht. Wir haben alle eine Privatsphäre, jeder kann in Verdacht geraten, das passiert täglich. Wie bei der Frau, die ihren Job verlor, weil sie zu Unrecht als Drogenkurierin verdächtigt wurde. Längst nicht alles werde gelöscht, sagt Petri. Sogar Landtagspräsidentin Barbara Stamm landete schon einmal fälschlicherweise im Kriminalregister, was erst nach Jahren bekannt wurde. Selbst Staatsanwaltschaften vergäßen oft, nach Freisprüchen oder der Einstellung von Verfahren die Polizei zu informieren, ärgert sich der Datenschützer.

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